Über uns
Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft
Vergangenheit
Dietmar, der immer schwul lebte, hat nach seinem Abitur in Bochum Geographie studiert und in der Tourismusbranche gearbeitet.
In unserer heutigen gemeinsamen Wohnung hat er mit seinem Vater zusammen gelebt, bis dieser starb.
Martin hat nach der Volksschule eine Konditorlehre gemacht und bis 1980 in dem Beruf gearbeitet.
Dach folgten 25 Jahre im Bergbau (übertage), erst als Maschinist, dann als kaufmännischer Angestellter.
1971 Hochzeit, 1972 Sohn Frank wird geboren, 2001 Trennung, 2005 Scheidung.
2001 haben wir uns kennen gelernt und wurden ein Paar.
2003 sind wir dann zusammen gezogen und wohnen seitdem in Duisburg-Wanheimerort.
Für diejenigen (und vielleicht etwas irritierten) Besucher unserer Seite, die uns nicht so gut kennen, hier eine kleine Aufklärung:
Mein Rufname ist eigentlich Ernst. Bei meinem Outing habe ich mich entschlossen, mich fortan Martin zu nennen. Ist mein zweiter Vorname.
Das führt in Gesellschaft manchmal zu lustigen Verwirrungen, wenn die einen, die mich länger kennen „Ernst“ rufen, und die neueren Bekannten und auch Dietmar mich mit „Martin“ ansprechen..
Gegenwart
Auf den ersten Blick sieht sie rosig aus, die Gegenwart.
Ist sie in weiten Teilen auch.
Martin konnte 2005 in den Vorruhestand gehen, 40 Jahre Arbeit sollen wohl auch reichen, vor allem, wenn man viele Jahre 2 Jobs hat.
Obwohl er noch einen kleinen Nebenjob hat, bleibt jetzt viel Zeit für Dietmar und gemeinsame Unternehmungen.
Wir reisen gerne, wenn es finanziell möglich ist und machen gerne Ausflüge und interessieren uns vor allem für historische Stadtkerne. Natürlich aber auch für Landschaft, Natur und Kultur.
Wir haben nicht viele, aber dafür sehr enge und gute Freunde, die mit uns durch dick und dünn gehen und immer für uns da sind.
Und wir pflegen Kontakt zu unseren Familien.
Doch nicht immer ist alles „Friede-Freude-Eierkuchen“.
Seit Anfang 2008 haben wir die Bestätigung, dass Dietmar an Chorea-Huntington leidet. Eine Nervenkrankheit durch Genveränderung, die er von seiner Mutter geerbt hat.
Mittlerweile ist er Erwerbsunfähigkeitsrentner, 80% schwerbehindert und pflegebedürftig in Pflegestufe 2.
Dietmar benötigt bei immer mehr täglichen Verrichtungen Hilfe und beansprucht somit tagsüber viel Aufmerksamkeit und Zeit.
Dazu kommen häufige Arztbesuche und Teilnahme an Ergotherapie.
Das hat unser Leben ziemlich verändert, aber wir versuchen, auch mit Hilfe unserer Familien und Freunde, so normal und gut wie möglich zu leben.
Nach wie vor sind wir keine Griesgrame und gewinnen dem Leben viele schöne Seiten ab.
Zukunft
Niemand, auch wir nicht, weiß genau, was ihm die Zukunft bringt.
Wie sich Dietmars Krankheit weiter entwickelt werden wir sehen.
Wir werden unser Leben und unseren Alltag halt immer wieder an gewisse krankheitsbedingte Umstände anpassen müssen.
Auch der Verzicht auf das eine oder andere wird es geben.
Aber wir schauen positiv nach vorne und behalten ein Lächeln im Gesicht !
Das war es erstmal von und über uns.
Die eine oder andere Änderung dieses Textes wird es sicherlich immer wieder geben.
An dieser Stelle einen Dank und vor allem ganz liebe Grüße an unsere Freunde, unsere Familien und alle die uns kennen und mögen. (Oder auch nicht.)
Dietmar und Martin
